Posts tagged ‘Westbahnhof’

Montag, 31. Januar 2011

(big) brother, where are thou?

am bahnhof – der zug fährt bald ab – eilig ein paar instant nudeln eingesogen – an sich schon ein fehler …
ein blick durch die halle – das erste auge blickt dich an – dann ein zweites – drittes …
stielaugen wohin du blickst – du zählst und zählst …
beim zweiten dutzend legst du langsam die stäbchen weg – das essen schmeckt fahl.
zur eigenen sicherheit verunsichert – verfolgt, observiert und in pixel gebannt
und langsam, langsam graut dir vor der zukunft
(und vor den instant nudeln sowieso)

Suchbild (klick ins Bild für eine scrollfreie Ansicht):

oh big brother, where are thou?

Auflösung:
(klick ins Bild für eine scrollfreie Ansicht)

35 kameras allein aus diesem blickwinkel.

feel save enough now?

Nachtrag:
Soeben entdeckt -> ORF Artikel vom 22.09.2006:

„Nun wird auch Westbahnhof überwacht
Seit Freitag wird der Westbahnhof von der Polizei mit Videokameras überwacht. Nach dem Schwedenplatz und dem Karlsplatz ist dies der dritte Platz in Wien, der mit Polizeikameras rund um die Uhr überwacht wird.

Drei Kameras vor allem gegen Diebe
Konkret geht es um den Bahnhofsvorplatz und den Parkplatz an der Felberstrasse. Hier habe es zuletzt eine Häufung von Diebstählen gegeben, hieß es bei der Polizei. Drei Kameras sind hier nun als Abschreckungsmaßnahme auf Lichtmasten installiert worden.

Die Aufzeichnungen werden nach 48 Stunden gelöscht. Weiter verwendet werden sie nur, wenn etwas passiert. ann wertet die Polizei die gespeicherten Daten aus.“

Hmmm … Ende 2006 warens noch 3, Anfang 2011 sinds 35 + x. Da gibts irgendwo ein Nest …

Freitag, 11. September 2009

Urbanalitäten

bim2

Die letzten Tage einer alten Bim vor einem alten Südbahnhof

Das Stadtbild verändert sich. Noch nicht mal zum Schlechten. Neue Bahnhöfe werden gebaut, groß, weit und licht. Mit glänzenden Böden, spannenden Höhen und raffinierten Lichteinfällen. Das ist doch gut! Die potthäßliche Station Praterstern sieht heute wirklich beeindruckend aus. Als Kind hatte ich dort immer schreckliche Angst vor den bösen „Kindervazahran„. Dunkel und dreckig wars. Kein guter Ort. Heute kann sich der Praterstern sehen lassen. Genauso wie die Schnellbahn Station im Arbeiterbezirk Floridsdorf, in der Genosse Gorbatschow knapp nach der Eröffnung einen Perestroika Werbespot für die ÖBB drehte. Kein Vergleich zu der düsteren Halle, die völlig von einem miefigen Bahnhofsbeisl vereinnahmt wurde, als mich mein Schulweg dort noch vorbei führte.

Und jetzt geht es eben West- und Südbahnhof und der Landstraße an den Kragen. Stahl und Glas wird dort dominieren, wo seit einem Jahr Baustelle herrscht und vorher auch keine Pracht war. Und doch … doch … sie werden mir abgehen. Jetzt, wo ich nicht mehr klein und ängstlich bin hab ich mich an die düstere Atmospäre gewöhnt, hab sie irgendwie lieb gewonnen, diese seltsame Ostblockaura in ihrer bezaubernden Hässlichkeit. Saublöd ist das. Die Welt wird schöner und mich stimmts melancholisch. Na ja, vielleicht werd ich auch einfach nur alt

Baustelle Südtiroler Platz

Baustelle Südtiroler Platz

Als Südtiroler Platz und Westbahnhof dereinst die Glanzbauten der Moderne darstellten, stellten sie die Filmkulisse der Hauptszenen in dem fast vergessenen Film „Abenteuer in Wien„. Ein schönes Exemplar Österreichischen Cine Noirs der Nachkriegszeit. (Mein DVD Exemplar hab ich ja leider jemanden geborgt. Keine Ahnung mehr, wem.) Wenn man das DVD Menu dieses Films im Dauerloop laufen lässt, sieht man immer dieselbe schwarz-weiß Szene der Verfolgung durch die Südtiroler Platz Passage (Mein unbekannter Ausborger kann das ja nun mal versuchen, ist wirklich nett). Stolz war man auf die neue Architektur, das ist spürbar im Film. Irgendwie auch keine Kunst, wenn der Rest der Stadt in Trümmern liegt, aber egal.

Gestern hab ich in gewohnt mieser Jouluhandyqualität eine Szene über dieselben Treppen gedreht.

Ein bescheidener Abschied …

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Nachtrag, 22.9.09: Wer hätts gedacht. Der liebe Ausborger hat diesen Artikel gelesen und mir prompt das Objekt der Begierde zurückgebracht. Und ebenso prompt hat sich mein miserables Gedächtnis erneut bestätigt. Abenteuer in Wien birgt nämlich nicht die schöne Fluchtszene am Südtiroler Platz. Bloß jene am Westbahnhof. Die Südtiroler Platz Szene gehört dem „Mann im Schatten“ (Wien 1961 mit Helmuth Qualtinger). Das sei nun aber eisern festgehalten und im Kleinhirn verankert, gell, Jou?

Dienstag, 21. Juli 2009

Heute in Wien, 21.07.09

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Donnerstag, 11. Dezember 2008

Heute in Wien, 11.12.08

200812111

Mittwoch, 24. September 2008

Heute in Wien, 24.09.08