Posts tagged ‘Urania’

Samstag, 25. August 2012

sistas

| : Jetzt ist es soweit – ich werde alt komme in die Jahre werde reifer werde endlich interessant (Zeit wirds aber auch!). Das merke ich zum Beispiel an dem einen oder anderen silbrigen Aufblitzern im Haar, die ich zwar immer noch vorm Aufzugspiegel versuche rauszuzupfen, aber schön langsam gewöhne ich mich auch an den Gedanken grau, nein, lieber weiß zu werden.
Und  ich merke es daran, dass bald ein neues Lebensjahrzehnt für mich anbricht – ich freu mich drauf, aber irgendwie lässt es mich auch unruhig werden. Ich möchte noch mal was ganz Neues lernen. Aber was? Singen, schneidern, schauspielern? Ein Instrument lernen? Oder tischlern, restaurieren, drechslern? Oder doch noch studieren? Politik, Journalismus, Kunst? Zuviele Interessen, auf einigen Gebieten halbwegs talentiert, aber kein „Heureka, DAS ist es!“ in Sicht. Oder den Wohnort wechseln? Für ein paar Jahre woanders hinziehen? Hach – Beinchen, hör auf zu scharren … wäre ich ein Mann, würde ich jetzt wahrscheinlich peinlich im Cabrio rumfahren und junge Schnepfen anbaggern. Aber – quack, quack, quack – soweit ists ja nun gottseidank noch lange nicht! Bis zur Midlifecrisis dauerts noch ein bisschen 🙂

Wie kam ich denn überhaupt drauf? Ach ja – eigentlich wollte ich ja vom Stadtausflug mit meiner kleinen Schwester erzählen, der Jüngsten von uns Vieren.

family matters!

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Montag, 26. Oktober 2009

Wo bleibt die „Gute Projektion“?

Es gibt Dinge, die gehören zur Viennale, wie das Rauschen des Projektors. Eines davon sind die Serverprobleme am ersten Tag des Kartenverkaufs – gut, davon hatten wir heuer mehr als genug. Doch da wir Herrn Hurch nun offiziell „alles schimpfen dürfen„, ist schon wieder alles vergeben und vergessen (so ein Statement wünsche ich mir btw. mal vom Herrn Kanzler am Ende der Legislaturperiode…).

Ein anderes Muss ist die Viennale Zentrale im Obergeschoß der Urania. Mit Erschrecken musste ich vernehmen, dass die Zentrale heuer ins ewig stickige Badeschiff verlegt wurde. Warum denn das um alles in der Welt?!

Doch was wirklich, wirklich schlimm ist – unverzeihlich! – desaströs!! – ist die bislang völlige Abstinenz meiner Lieblings Viennale Floskel. Vor dem Film muss ein blasser junger Mann mit kargen Worten ein paar umständliche und halb fertige Sätze sagen. Das muss so sein. Die Ansage derart dilletantisch tollpatschig hinzubekommen ist auch garnicht so leicht, das braucht cineastische Kenntnisse. Da kann kein dahergelaufener Sofasurfer daherkommen, nein! Blässe, wie intellektuelles Genuschel müssen nach vielen, vielen Vorstellungen in dunklen Kinosälen riechen. Und diese Reden haben gefälligst mit einem „Gute Projektion“ zu enden. Unbedingt. Auf diese Konvention lässt sich nicht verzichten! Und was musste ich dieser Tage vernehmen? Ein läppisches „Gute Unterhaltung„. Wie bitte? Ja, wo sind wir denn hier? Beim Song Contest? Oder Wetten dass? Ist die „Gute Projektion“ aus unverständlichen Gründen in Verruf geraten?

Nein! Das Ticket Disaster verzeihe ich gern, sogar über die fehlende Urania Zentrale sehe ich grad mal so hinweg – aber auf die „Gute Projektion“ bestehe ich. Und beim nächsten „Gute Unterhaltung“ oder „Viel Spaß“ verlasse ich schreiend den Saal!