Posts tagged ‘Stephansdom’

Samstag, 25. August 2012

sistas

| : Jetzt ist es soweit – ich werde alt komme in die Jahre werde reifer werde endlich interessant (Zeit wirds aber auch!). Das merke ich zum Beispiel an dem einen oder anderen silbrigen Aufblitzern im Haar, die ich zwar immer noch vorm Aufzugspiegel versuche rauszuzupfen, aber schön langsam gewöhne ich mich auch an den Gedanken grau, nein, lieber weiß zu werden.
Und  ich merke es daran, dass bald ein neues Lebensjahrzehnt für mich anbricht – ich freu mich drauf, aber irgendwie lässt es mich auch unruhig werden. Ich möchte noch mal was ganz Neues lernen. Aber was? Singen, schneidern, schauspielern? Ein Instrument lernen? Oder tischlern, restaurieren, drechslern? Oder doch noch studieren? Politik, Journalismus, Kunst? Zuviele Interessen, auf einigen Gebieten halbwegs talentiert, aber kein „Heureka, DAS ist es!“ in Sicht. Oder den Wohnort wechseln? Für ein paar Jahre woanders hinziehen? Hach – Beinchen, hör auf zu scharren … wäre ich ein Mann, würde ich jetzt wahrscheinlich peinlich im Cabrio rumfahren und junge Schnepfen anbaggern. Aber – quack, quack, quack – soweit ists ja nun gottseidank noch lange nicht! Bis zur Midlifecrisis dauerts noch ein bisschen 🙂

Wie kam ich denn überhaupt drauf? Ach ja – eigentlich wollte ich ja vom Stadtausflug mit meiner kleinen Schwester erzählen, der Jüngsten von uns Vieren.

family matters!

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Samstag, 25. August 2012

Heute in Wien, 25.8.2012

Samstag, 29. Mai 2010

Herrgott noch mal!

Mein Verhältnis zur katholischen Kirche ist ja ein ziemlich desaströses.
Den ersten Katholenschock, an den ich mich erinnern kann, war der Moment in der Ostermesse, an dem sich die Worte des Pfarrers auf der Kanzel in meinem Kopf erstmals in farbenprächtige Bilder verwandelte:

GOTT IST FÜR DICH GESTORBEN!
GOTT IST FÜR DICH ANS KREUZ GENAGELT WORDEN!

Herrjehmine – derart unsanft meiner kindlichen Unschuld beraubt verwandelte ich mich nahtlos in eine sirenenartige Heulboje. Unsägliche Verzweiflung durchflutete mich, was war ich bloß für ein RIESENGROßES ARSCHLOCH, dass ich diesen armen Menschen getötet habe.
Und ich war bereit zu büßen, und wie bereit ich war!
Die Latte an Vaterunsern und Ave Marias jeden Abend auf hartem Boden kniend wurde abendlich länger, meine Augen im Kindergarten am nächsten Tag immer kleiner. Ich quälte meinen sündigen kleinen Mädchenkörper mit aller Härte.
Bis Weihnachten.
Und als dann statt des heiß ersehnten Fahrrads wieder nur der jährliche lautstarke Familienzoff unterm Christbaum lag, bekam ich eine so unbändige Wut auf Gott, dass ich ihn samt seinen undankbaren Sohn zum Teufel schickte. Das war der Moment, als ich vom Katholikentum durch die nötige Dosis Konsumsucht geheilt wurde und meinen Plan, noch vor Eintritt in die Volksschule als Märtyrerin zu sterben, aufgab.

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Freitag, 20. November 2009

Heute in Wien, 20.11.09