Posts tagged ‘Liebesbrief’

Samstag, 29. Mai 2010

Herrgott noch mal!

Mein Verhältnis zur katholischen Kirche ist ja ein ziemlich desaströses.
Den ersten Katholenschock, an den ich mich erinnern kann, war der Moment in der Ostermesse, an dem sich die Worte des Pfarrers auf der Kanzel in meinem Kopf erstmals in farbenprächtige Bilder verwandelte:

GOTT IST FÜR DICH GESTORBEN!
GOTT IST FÜR DICH ANS KREUZ GENAGELT WORDEN!

Herrjehmine – derart unsanft meiner kindlichen Unschuld beraubt verwandelte ich mich nahtlos in eine sirenenartige Heulboje. Unsägliche Verzweiflung durchflutete mich, was war ich bloß für ein RIESENGROßES ARSCHLOCH, dass ich diesen armen Menschen getötet habe.
Und ich war bereit zu büßen, und wie bereit ich war!
Die Latte an Vaterunsern und Ave Marias jeden Abend auf hartem Boden kniend wurde abendlich länger, meine Augen im Kindergarten am nächsten Tag immer kleiner. Ich quälte meinen sündigen kleinen Mädchenkörper mit aller Härte.
Bis Weihnachten.
Und als dann statt des heiß ersehnten Fahrrads wieder nur der jährliche lautstarke Familienzoff unterm Christbaum lag, bekam ich eine so unbändige Wut auf Gott, dass ich ihn samt seinen undankbaren Sohn zum Teufel schickte. Das war der Moment, als ich vom Katholikentum durch die nötige Dosis Konsumsucht geheilt wurde und meinen Plan, noch vor Eintritt in die Volksschule als Märtyrerin zu sterben, aufgab.

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Sonntag, 22. Juni 2008

Hunnybunny, vergib ihm!

Heute die Reichsbrücke, morgen die ganze Welt?

WAS für ein Schmerz!

Hunnybunny, bitte vergib ihm!
Und nenn ihn nicht „Opfer„! Das ist doch nicht nett…