Posts tagged ‘friedhof’

Freitag, 15. Januar 2010

Was bin ich?

Und noch einmal möchte ich den St. Marxer Friedhof zum Thema machen. Denn nicht nur Bruno „He-Man“ Kraska müsste eigentlich seine helle Freude an den Grabinschriften haben, sondern auch Robert Emil Weichselbaum, dessen Todestag sich heute zum 21. mal jährt und der einst den passenden Satz „Anerkennung ist eine Pflanze, die vorwiegend auf Gräbern wächst.“ von sich gab. Die Erfindung des WWW hat er zwar auch nicht mehr erlebt, aber in dieser Runde ist er, der für mich von klein auf den personifizierten alten Mann verkörperte, ein richtiger Jungspund!

Zur Feier des Tages möchte ich Herrn Lembke mal posthum ein paar Tipps für eine jenseitige Runde „Was bin ich“ geben, mit denen er Anneliese, Guido & Co. in die Verzweiflung treiben wird und die Schweinderl, die mittlerweile wohl auch schon das Zeitige gesegnet haben, endlich satt werden.

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Samstag, 9. Januar 2010

Marx Engel halten Winterschlaf

Der Mai, mein Lieblingsmonat für diesen Friedhof, ist noch fern. Doch heute im Schnee hatte er auch einen ganz eigenen Reiz. Behutsam und leise schlich ich durch die Reihen der seltsamen Gräber. Um sie nur ja nicht zu wecken, die schlafenden Engel …

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Dienstag, 28. Juli 2009

Island, Tag 6 – begraben am Fuß des Snæfellsjökull

Friedhof in Budir mit Blick auf den Snæfellsjökull

Friedhof in Budir mit Blick auf den Snæfellsjökull

Snæfellsjökull – der Gletscher, an dem Jules Vernes seine Reise zum Mittelpunkt der Erde begann

Et se précipitant sur la feuille de papier, l’œil trouble, la voix émue, il lut le document tout entier, en remontant de la dernière lettre à la première. Il était conçu en ces termes :

In Sneffels Yoculis craterem kem delibat umbra Scartaris Julii intra calendas descende, audas viator, et terrestre centrum attinges. Kod feci. Arne Saknussem.

Ce qui, de ce mauvais latin, peut être traduit ainsi :

Descends dans le cratère du Yocul de Sneffels que l’ombre du Scartaris vient caresser avant les calendes de Juillet, voyageur audacieux, et tu parviendras au centre de la Terre. Ce que j’ai fait. Arne Saknussemm.

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und Halldór Laxness seinen Helden, den tragischen Dichter Ljosvikingur, im Roman Weltlicht enden ließ:

Es war stilles Wetter, mit dem Mond gerade im Süden, und ein kaltes bläuliches Licht. Er begann emporzusteigen. Zuerst gab es lange steile Abhänge, weiter oben schroffe, moosbedeckte Halden, dann Geröll, schließlich nur Schnee. Das Bild des Mondes wurde mit dem zunehmenden Morgengrauen blasser. Über dem Meer zog sich schwarzes Unwettergewölk zusammen. Er wanderte weiter über den Jökel, der Morgendämmerung entgegen, von Höhe zu Höhe; durch tiefen, neugefallenen Schnee, ohne auf das Unwetter achtzugeben, das ihn verfolgen könnte. Als Kind hatte er auf dem Strand bei Ljosvik gestanden und zugesehen, wie die Wellen den Strand hinauf und hinab gesogen wurden, aber jetzt wanderte er fort vom Meer. Denk an mich, wenn du viel Sonne um dich hast. Bald leuchtet die Sonne des Auferstehungstags über den hellen Wegen, wo sie ihren Dichter erwartet.
Und die Schönheit wird allein herrschen.

Reise zum Mittelpunkt der Erde?

Reise zum Mittelpunkt der Erde?

Freitag, 15. August 2008

Berlin, Friedhofscafé Finovo

Wer in Schöneberg bei der U-Bahnstation Yorckstraße aussteigt findet den so pittoresken wie ungewöhnlichen evangelischen Friedhof St.-Matthäus. Mitte des 19. Jahrhunderts angelegt, wurden hier zahlreiche wohlhabende und berühmte BerlinerInnen in Mausoleen bestattet, die selbst den König Mausolos von Karien neidisch gemacht hätten.

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Samstag, 21. Juni 2008

Friedhof St. Marx

Man sagt den Wiener Bürgerinnen und Bürgern ja einen gewissen Hang zum Morbiden nach. Und auch wenn nicht jeder in dieser Stadt den Tag mit dem fröhlichen Liedchen “Schau, da liegt a Leich im Rinnsal, s Bluat rinnt in Kanal … ui des is makaber, da liegt ja a Kadaver!” auf den Lippen beginnt, ganz abzustreiten ist es halt doch nicht.
Ich kenne zum Beispiel keinen idyllischeren und romantischeren Platz in Wien, als den St. Marxer Friedhof. Besonders jetzt im Mai, wo hunderte Fliederbüsche zwischen den verwitterten Grabsteinen blühen.

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