Posts tagged ‘Aussicht’

Freitag, 24. Juli 2009

Hallgrímskirkja

Den höchsten Punkt Reykjaviks bildet die Hallgrímskirkja, benannt nach dem evangelischen Dichter Hallgrímur Pétursson.

Weniger religiös mutet das Hauptschiff der Kirche an, viel mehr fühle ich mich hier, wie in einem Zauberturm aus Herr der Ringe. Ich würde nicht mit der Wimper zucken, stünde Gandalf am Altar …

Hallgrímskirja - Gandalfs Zauberturm

Hallgrímskirja - Gandalfs Zauberturm

Besonders schön finde ich die fehlenden bunten Glasfenster. So bleibt freie Sicht auf den blitzblauen Polarhimmel, eine Pracht!

40 Jahre brauchten die Isländer zur Realisierung dieses Gebäudes. 1943 wurde der Grundstein gesetzt, erst 1986 folgte die Einweihung der Hallgrímskirkja. Und so ganz fertig wurde sie offenbar nie. Etwas desolat scheint sie zu sein, kommt aus den Renovierungen nicht raus und beim Dach regnets rein. Daher fällt unser Blick außen nur auf ein Baugerüst. Das stört auch beim Ausblick vom Turm, doch zwischen Quer- und Längsstangen läßt sich doch noch ein schöner Überblick über die Stadt gewinnen. Und in der Ferne glitzert die Bucht …

hallgrimskirja_aussicht

Beim Verlassen der  Hallgrímskirkja stehe ich plötzlich vor einem neuen Islandrätsel. An der Wand blicke ich auf eine Reihe unkommentierter Bilder, in denen einfach nur Java- und Perl- Sourcecode ausgestellt ist. Im Grunde banale Applet Programmierung. Aber was soll das? Muss man mich im Urlaub an die Arbeit erinnern? Ist das Teil des personalisierten Büßerprogramms? Ora et labora, oder was?

hallgrimskirja_javaDieses Rätsel werd ich wohl ungelöst mit nach Hause nehmen – kopfschüttelnd verlasse ich den Ort des heiligen Sources.

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Kunst im Gefechtsturm

In Wien stehen noch einige Bunker und Gefechtstürme rum. Die grauen Zwillings-Klötze mit Mauern, die zu mächtig zum Sprengen sind, lauschen mit vier Ohren der Gegenwart und erzählen – obgleich mundlos – doch von Zeiten, von denen mancher mit zwei Ohren ja doch nichts mehr hören will.

An ihrer Größe kann man das Niveau über den Meeresspiegel ablesen, die Dächer der Türme liegen auf gleicher Fluglinie. Fast alle stehen leer und ungenutzt herum, doch zwei von ihnen haben den Sprung ins Jetzt geschafft. Im Esterhazypark im 6. Wiener Gemeindebezirk beeinhaltet der Flakturm das „Haus des Meeres„, seine Außenmauer wird als Kletterwand genutzt. Und im Arenbergpark, im 3. Bezirk hat eine Außenstelle des MAK (Museum für angewandte Kunst) den Gefechtsturm besiedelt.

Letzten Sonntag haben wir dort das Gegenwartskunstdepot besucht…

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