Archive for ‘Skurriles’

Samstag, 1. September 2012

tschmuikageyohatschimajekngotokinogoyokotschun …. todi

Es muss sein. Ich muss es posten. Je öfter ich dieses Video vom (im vorigen Artikel erwähnten) Miraikan Channel auf Youtube sehe, desto komischer finde ich es. Für Mathematiker und Nerds wahrscheinlich die reinste Po*rn*o*graphie …

Ich nehm mir dann mal für die Pension vor die 16x16er Todis auswendig zu lernen. Gesetz des Falles mein seltsamer Humor hat sich bis dahin gelegt und ich bringe die dafür nötige Reife & Ernsthaftigkeit auf.

 

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Sonntag, 15. Juli 2012

Ode an den Garten (und an den Carli)

Wenn jemand gerne Gurken isst
und gerne auch Winnetou liest,
dann ist er lang noch kein Veganer
und auch kein Indianer
(Carl Markus Piswanger)

Mittwoch, 4. Juli 2012

wenn alle Stricke reissen

Du weißt, du hast das Ende der pazifistischen Fahnenstange erreicht, wenn …

Samstag, 2. Juni 2012

Waschen verboten!

Verbote in Bruck an der Leitha

Ich persönlich würde da noch ein
Geschirr abwaschen bei Strafe verboten.
Die Bürgermeisterin

darunter begrüßen.

Es warat nur z’weng’n Gender und so…

Freitag, 4. Mai 2012

snow … what?

Manche Firma neigt dazu, es mit der Imagepflege zu übertreiben und von Webauftritt bis zum Angestellten alles steril durch zu designen. Der einen oder anderen möchte man aber doch zu einem Coach raten, um fremdsprachliche Eigentore zu vermeiden.

Zum Beispiel die Wiener Bäckerei Anker, die unsere englischsprachigen Gäste mit ihren Autokennzeichen auf unfreiwillig pikante Art unterhält (W+ANKER1, W+ANKER2 …), aber auch dieser Snowboardladen in Prag sollte sein Branding vielleicht nochmal überdenken …

Dienstag, 1. Mai 2012

chäfereien

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Freitag, 18. November 2011

ölpreis nirvana

Samstag, 24. September 2011

brave new world

Sonntag, 24. Juli 2011

Fanal für den Unbekannten Idioten

Aus der (wie immer legendären) Radiosendung „im Sumpf“, FM4, 17.7.2011:
Camillo Meinhardt, Mitbegründer des bio:fiction Festivals, fasst zusammen, was endlich mal erkannt und ausgesprochen werden wollte:

Er sitzt in Vorstandsetagen und Ämtern,
in Architekturbüros und der Verkehrsplanung.
Er baut Atomkraftwerke, Schulen, Seilbahnen,
Opernhäuser und Scheißhäuser

Er managt Unternehmen und Aktienfonds
Er schreibt Gesetze, Verordnungen und Speisekarten;
setzt Normen fest, erläßt Bescheide.
Er plant Straßen, Eisenbahnen, Kreisverkehre und Kreuzungen
legt Zugsverbindungen fest und lahm.

Er tötet Nerven im Kleinen und Menschen im Großen,
hat tausende Namen, spricht sämtliche Sprachen der Welt.
Seine Werke sind allerorten Manifest,
mancherorts besonders häufig.

Sie verbergen sich nicht selten hinter schillernden Pseudonymen:
Design, Innovation, Effizienz, Einsparung, Tradition, Gerechtigkeit, Mode oder Alternativlosigkeit.
Es gab ihn einst, es gibt ihn jetzt
und auch in Zukunft wird man ihm nicht begegnen.

Er fordert immer seine Opfer – unabsichtlich, unpersönlich, unvermeidbar!
Wir mahnen, trauern und gedenken wegen jeder Kleinigkeit,
doch wer hat seine Opfer jemals beweint?
Millionen haben sein Wirken mit dem Leben bezahlt,
andere nur mit leichten Verletzungen, Magengeschwüren,
mit Geld oder dem Verlust von Gliedmaßen.

Niemals aber wurde ihm eine Rede gehalten
oder gar ein Denkmal gesetzt.
Seine Werke werden nicht signiert,
seine Opfer nicht entschädigt.

Niemand kann ihn stoppen.
Gleich einer Hydra entwachsen ihm zu jeder Zeit,
in jeder Gesellschaft, Tausende an Helfern und Handlangern,
IHM, dem Unbekannten Idioten!

Gedenken Sie ihm, wenn Sie am Sonntag um 3 Uhr morgend mutterseelenallein an einer rot geschalteten Ampel stehen,
die Einbahnen und Radwege der Stadt durchfahren,
sich im hermetisch geschlossenen Zugabteil an einer Klimaanlage verkühlen,
ihr Designerwaschbecken benutzen,
durch eine automatische Drehtüre gehen,
ihr Betriebssystem hochfahren
oder der Kassiererin im Supermarkt beim Kampf mit dem Barcode zusehen.

Erkennen Sie seine Macht, wenn Sie sich in einem Gebäude verlaufen,
einen Amtsweg haben,
eine Gebrauchsanweisung durchlesen,
an einem Möbel verletzen,
sich beim Essen anpatzen
oder auf einer Website etwas suchen.
Irgendwie hatte er sicher die Hände im Spiel,
irgendwo war er und schritt zur Tat.

Und glauben Sie ja nicht, dass es sich dabei um ein Versehen handelt,
einen Fehler ihrerseits oder gar einen Einzelfall.
Nein!
Ihr ganz ganz persönliches Unglück verdanken Sie ihm so wie Millionen ihrer Zeitgenossen.
Es war kein Mißgeschick, nein, es war ein IDIOT.
Und SIE, Sie sind nicht sein erstes Opfer.

Woher kommt er aber? Wie entsteht er, der Unbekannte Idiot?
Während der durchschnittliche Idiot in kleinen Systemen und flachen Hierarchien rasch identifiziert und sein Handlungsspielraum auf unbedenkliche Tätigkeiten eingeschränkt werden kann, begünstigen große Systeme und steile Hierarchien die Entwicklung eines durchschnittlichen Idioten hin zum Idioten höherer Ordnung und Wirkung: Dem Unbekannten Idioten eben. Besonders im Bereich der Verwaltung und großer Unternehmen, aber auch an Universitäten ist die Genese eines Unbekannten Idioten beinahe unvermeidbar.
Fatalerweise existiert in komplexen Organisationsformen eine nahezu unbegrenzte Anzahl an Nischen, in denen sich solche Idioten festsetzen und entfalten können.
Unbekannte Idioten findet man nicht nur in Führungspositionen, auch in niederen Stellungen kann ein Idiot Jahre, sogar Jahrzehnte unbeschadet überdauern und tausenden Menschen Schaden zufügen.
Neben der Primär- oder Grundblödheit eines Unbekannten Idioten, die sich nicht selten in Ignoranz ausdrückt, kann seine Schädlichkeit durch die Vorarbeit eines anderen Idioten bekannt, unerkannt oder unbekannt exponentiell gesteigert werden.
Regeln und Vorschriften (idealerweise bereits selbst vom Geist der idiotie durchsetzt) bilden dabei nicht selten einen Chitinpanzer, der dem Unbekannten Idioten sowohl als Tarnung, wie auch als Waffe dient. Ein Unbekannter Idiot ist aber auch durchaus in der Lage grundsätzlich positive Sachverhalte, Dogmen oder Vorschriften durch seine Primärdummheit in ihrem Sinn umzukehren und fatale Katastrophen damit auszulösen. Speziell politische, religiöse oder gesellschaftliche Dogmen erschließen hier dem/der Unbekannten IdiotInnen nahezu grenzenlose Möglichkeiten zu schaden. Deus vult!

Wenngleich der Unbekannte Idiot in der Praxis nicht aufzufinden ist, so sollte man doch seine Werke erkennen können und entsprechend kennzeichnen. Als Mahnmale, als Hinweise, als Gefahrenschilder. Man klebt Blitze auf elektrische Geräte, man klebt Zeichen der Radioaktivität, Infektiosität, Entflammbarkeit, bei Gefahr für kleine Kinder und ordinären Texten.
Ich fordere ein Warnzeichen für Trottelei!
Staatlich geprüft, jedenfalls aber auf all die Trotteleien appliziert, die unseren Alltag seit Urzeiten beeinträchtigen!

Chapeau, Camillo!
Und danke an Fritz Ostermayer, der wie immer das richtige Gespür für die richtigen Gäste hat.
Die ganze Folge gibts (jetzt noch) hier anzuhören: FM4 Im Sumpf, vom 17.7.2011.

Donnerstag, 9. Juni 2011

Spoerris (A)Prillwitze

Fast so schwer zu finden, wie Gsellmanns Weltmaschine, ist auch das Ausstellungshaus von Daniel Spoerri in Hadersdorf.
Man radelt durch Weinberge und Äcker, bergauf und bergab, schiebt sein Rad an der Bahnstrecke entlang und weiß genau „hier irgendwo muss es doch kruzmalifixnochmal sein, dieses Hadersdorf!„, doch weit und breit vermag kein einziger Wegweiser nach Hadersdorf zu zeigen. Und dann – kurz vorm verzweifeln – steht man plötzlich doch wie Harry Potter am Bahnsteig 9 3/4 vorm Ortschild „Hadersdorf am Kamp„.

Warum Daniel Spoerri, Wahlschweizer mit Wohnsitz in Wien, sein Kunstlager ausgerechnet dort eröffnet, wo Fuchs und Hase sich Gute Nacht sagen, fragt sich nicht nur seine treue Mitarbeiterin  Barbara Räderscheidt, die das Ausstellungshaus leitet und regelmäßig aus Deutschland anreisen muss. Vielleicht erinnert es ihn an Rumänien, aus dem er 1942 mit seiner Familie flüchten musste?
Vielleicht ist es aber auch nur Teil seines kauzigen Humors, den ich in fast jedem seiner Objekte hier wiederfinde.
Ein Pferdeskelett im Schuppen, das grinsend in den Kirschgarten raussieht, läßt mich herzlich auflachen. Genauso der mittelgroße Metallschrottwürfel im Garten mit dem schönen Titel „Donauradweg“ (bei genauerer Betrachtung erkennt man die gepressten Fahrradteile). Und dann finden sich in vielen seiner Sammelobjekte kleine Ausreißer, ein Schlumpfenfinger zwischen hunderten Jads (Thorafingern) oder ein Didgeridoo in einem Haufen Spazierstöcken. Kunst zum mitschmunzeln, das gefällt mir!

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Samstag, 14. Mai 2011

bio:fiction, ein Ausflug ins Unbekannte

Mitte Mai durfte ich die Gelegenheit wahr nehmen aus meinem normalen Arbeitsalltag auszubrechen und für das bio:fiction Festival im Naturhistorischen Museum zu arbeiten. 2 Tage, die mich nachhaltig beschäftigen und mit einer Thematik vertraut gemacht haben, der gegenüber ich bislang nur negativ eingestellt war, nämlich der synthetischen Biologie.

Wenn ich groß bin, werde ich ein Elefant!

Synthetische Biologie ist bislang selten mehr, als ein Schlagwort. Zu neu ist die Materie, zu unbekannt, zu futurustisch. Im Grunde geht es dabei um das Undenkbare schlechthin: künstliches Leben schaffen, lebende Organismen konstruieren, Gott spielen. Allein bei dem Gedanken bekomm ich eine Art blasphemischer Gänsehaut und habe das Bild von Kindern vor Augen, die mit Atombomben spielen, als wären es Wasserbomben. Soweit spricht mein Bauchgefühl also eine klare Sprache.

Wenn ich groß bin, werde ich ein Frosch!

Aber hatten nicht auch die Gegner der Eisenbahn ein klares Bauchgefühl, als sie die rauchenden Wunderwerke der Technik als Machwerk des Teufels und Tunnels als Pforten zur Hölle anprangerten? Andererseits gab es natürlich auch jene Auswüchse der Technikanbetung, die in den Schuhläden zu Wunderkästen führten, die mittels freier Röntgenstrahlung überprüfen ließen, ob der Schuh passt. Tumorgarantie inklusive. Bin ich also die rückschrittliche Lokomotivenächterin oder die naive Fußröntgenfetischistin des 21. Jahrhunderts? Dem gilt es auf die Spur zu kommen…

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Sonntag, 1. Mai 2011

Und danach?

… da kümmert sich der wackere Sozialdemokrat um die wirklich weltbewegenden Dinge.

S’ist ja schließlich fünf vor zwölf.

Sonntag, 30. Januar 2011

Wickie leaks?

Manchmal übersieht man das Naheliegendste 😉

 

Sonntag, 30. Januar 2011

Schön belauscht

Seit Monaten steigert sich die allgemeine Verwunderung über die vermeintliche Dreistigkeit, mit der die selbst gewählte Mischpoche rund um unseren ehemaligen Finanzminister ihre sauberen Geschäfte abwickelt. Die Google Suche nach Grassser +’es gilt die Unschuldsvermutung‘ liefert aktuell rekordverdächtige 32100 Treffer, Zeuge eines mittlerweile fast krankhaften Schutzreflexes, um den Namen des Ex-Finanzministers noch straffrei aussprechen zu dürfen.

Nun, der Moral unserer Gesellschaft schaden solche Spielchen gewaltig. Nur gut, dass es in diesem Sumpf den Falter Journalisten Florian Klenk gibt, der sich rastlos an Grassers Fersen heftet, und die Kabarettisten Thomas Maurer, Robert Palfrader und Florian Scheuba, die im Audimax der Uni-Wien aus den polizeilichen Abhörprotokollen Grassers und Meischbergers vorlesen. Ein Abend ungewollter Komik, wenngleich dem Publikum anzusehen war, dass ihm das Lachen des öfteren in der Kehle stecken blieb …

Ausschnitte der Lesung vom 17.1. (Wiederholung am 30.1.):


Eigentlich müßig zu erwähnen, dass das Original noch immer jeden Kabarettisten um Längen schlägt. Der best geföhnte Mann des Landes pariert die moralisch erhobenen Zeigefinger der Nation derweilen nämlich gekonnt mit ‚Fanpost von Mutti‚:

p.s.: hab ich schon erwähnt, dass die Unschuldsvermutung gilt? Sowieso und überhaupt.

Donnerstag, 4. November 2010

Бегемот fährt wieder schwarz …

Bulgakow meets Spiegel Online?

Besdomny konzentrierte sich auf den seltsamen Kater. Dieser erstieg das Trittbrett eines Triebwagens der Linie A an der Haltestelle, schob frech eine aufquietschende Frau weg, hielt sich an der Griffstange fest und versuchte sogar, der Schaffnerin durch das wegen der drückenden Hitze offenstehende Fenster zehn Kopeken zuzustecken.

Eine Katze, die sich in einen Zug eingeschlichen hatte, hat in Neuseelands Hauptstadt Wellington für Chaos im Bahnverkehr gesorgt.

Das Verhalten des Katers verdatterte Besdomny so sehr, daß er starr neben einem Lebensmittelgeschäft an der Ecke stehenblieb, wo er abermals, doch weit mehr noch, verdattert wurde durch das Verhalten der Schaffnerin. Diese hatte nämlich kaum den einsteigenden Kater entdeckt, als sie geradezu wutzitternd loszeterte:
»Kater dürfen nicht mitfahren! Sie haben keinen Zutritt! Husch! Steig ab, sonst ruf ich die Miliz!«

Als der Lokomotivführer die Katze einfangen wollte, kratzte das Tier diesen so sehr, dass er ärztlich behandelt und durch einen anderen Fahrer ersetzt werden musste, wie die Zeitung „The Wairarapa Times Age“ heute unter Berufung auf die Bahngesellschaft KiwiRail berichtete.

Weder die Schaffnerin noch die Fahrgäste waren vom Wesentlichen befremdet: Daß ein Kater die Straßenbahn bestieg, war ja halb so schlimm, aber daß er selbst bezahlen wollte!

KiwiRail-Sprecher Nigel Parry sagte, das sei ein „sehr ungewöhnlicher“ Vorfall. Der Fahrer habe ihm gesagt, er arbeite seit vier Jahrzehnten bei der Bahn, aber nie zuvor sei er von einer Katze angegriffen worden.

Der Kater indes war nicht nur zahlungsfähig, sondern auch diszipliniert. Beim ersten Schrei der Schaffnerin stellte er den Angriff ein, stieg vom Trittbrett, hockte sich an der Haltestelle hin und strich mit dem Zehnkopekenstück den Schnurrbart.
Kaum aber hatte die Schaffnerin die Leine gezogen und die Straßenbahn sich in Bewegung gesetzt, da tat der Kater das, was jeder tut, der aus der Straßenbahn gejagt wird und doch mitfahren muß. Er ließ die beiden Anhänger an sich vorbeirollen, sprang hinten auf, krallte sich mit der Pfote an einen Schlauch fest, der aus der Rückwand kam, und fuhr, den Zehner sparend, davon.

Der blinde Passagier sei eingefangen worden, nun werde der Besitzer gesucht.
Angst vor einer Strafe braucht der Katzenhalter nicht zu haben, wie Parry betonte: „Wir versichern, dass wir kein Bußgeld von ihm verlangen werden.

Dem Teufel sei dank … 😉

Montag, 23. August 2010

Die Farbe und das Zeitempfinden

bunt = neu
grau = alt

Wie stark diese Assoziation in meinem Hirn verankert ist, wurde mir soeben bei der Betrachtung der phänomenalen Fotoserie Sergei Mikhailovich Prokudin-Gorskiis (1863-1944) auf Boston Globes Fotoarchiv bewußt.
Die Menschen auf den Bildern scheinen einer lokalen Trachtengruppe entsprungen, Farben und Tiefenschärfe der Bilder vermitteln den Eindruck, sie wären gestern aufgenommen worden.
Doch mitnichten: die Fotos sind 100 Jahre alt.
Mein historisches Zeitempfinden fühlt sich betrogen!
Und irgendwas in meinen Gehirnwindungen will einfach nicht glauben, was es da sieht …


(c) The Big Picture: Russia in color, a century ago

Zusatz: eben entdeckt – gesamte Fotodatenbank Prokudin Gorskiis im Netz:

prokudin-gorsky.ru oder Library of Congress