Als der Zug langsam in Feldkirch einfuhr …

Als der Zug langsam in Feldkirch einfuhr und man den grellen Kegel der Scheinwerfer sah, hatte ich wenig Hoffnung.
Der Tag dämmerte bereits, mein Puls klopfte mit dem Ticken der Uhr. Wenn man nur schon raus wäre. Jede Sekunde kann irgendeine neue Wendung bringen. Jede Ablösung eines Grenzbeamten eine neue Verdächtigung, die ganze Komödie war umsonst.

(Ulrich Nachbaur, Literarische Erinnerungen an die Flucht aus Österreich in die Schweiz im Frühjahr 1938)

www.erinnern.at – Bahnstation Feldkirch

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8 Kommentare to “Als der Zug langsam in Feldkirch einfuhr …”

  1. gut gesagt! ist jetzt restauriert und noch immer beeindruckend, weil gepflegt!

  2. gut gesagt, joulupukki. ist jetzt restauriert. ist noch immer beeindruckend, weil eben „gepflegte“ geschichte.

  3. Saß auch im zug und wollte wissen was da steht 😂

  4. Danke, ich sitze jetzt im Zug in Feldkirch und könnte die Wörter nicht klar lesen!

  5. (Zuckmayer hat aus dem Grenzübergang fast noch eine Komödie gemacht.)

    Sehr anrührend.

  6. Das ist wirklich gut gemacht. Ein ganz leichter Schimmer erfasst den Einfahrenden, welche Gefühle und Schrecken an diesem Ort aufkamen. Bin sehr beeindruckt.

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