Archive for Juli 24th, 2010

Samstag, 24. Juli 2010

Heute in Wien, 24.7.2010

Samstag, 24. Juli 2010

Bobina?

Na, schauma amal, wo die Bobos daham san ...“, dachte ich mir dieser Tage des öfteren. Schuld daran trägt die Ente, die mich (un?)mittelbar zur Bobina kürte, als ich vom Lokal der Wahl aus sendete.
Bobina – da beginnt das vertrackte an diesen zeitgenössischen Titeln ja schon, die so neu sind, dass zwar jeder sie verwendet, aber auch niemand weiß, wie sie denn nun fachgerecht zu gebrauchen seien. Wie heißt nun also der weibliche Bobo? Einfach nur „die Bobo“? Boba, Boboa, Bobina? Was, wenn gerade dieser Ausdruck nun der absolute Griff ins Genderklo wäre? Oder in 10 Jahren sein wird? Quasi, die „Masseuse“ oder „Frisöse“ der unterdrückten weiblichen Bobowelt?
Na gut, dieses Formproblem ist also schon mal vorprogrammiert (sagt die Programöse). Schlimmer an diesen zeitgenössischen Schubladen ist, dass auch jeder eine andere Vorstellung von der Bezeichnung hat. Ich hab mal den Selbsttest im Umfeld gestartet:
„Ein Bobo is a bissl jung, a bissl intelligent.“
„Der Subkultur entwachsen, sich aber noch darauf berufend“
„bobo? ich weiß das grad garnicht. irgendsoein neuzeitlicher ausdruck für eine gesellschaftliche stellung.“
„Ein wenig grün, ein wenig alternativ. Aber eigentlich bürgerlich“
„Was der Yuppie der 80er, ist der Bobo der 00er Jahre“

Also gut – These bestätigt. Das bo(m)bastischste am Bobo ist der Titel an sich.

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