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Freitag, 12. März 2010

Freitag, der 12.

Das Glück hat mich verlassen! Ja, ja, das klingt pathetisch, aber hey, heute darf ich. Eine Woche Mailand ist um. 5 Arbeitstage, die mitnichten von frühlingswarmen Abenden begleitet war, nein – die halbe Woche musste es schneien. In Mailand. Im März!

Aber gut, war ja nicht zum Vergnügen da, das steck ich doch mal schulterzuckend weg.

Dieser Freitag jedoch wird mir langsam unheimlich. Zur seelischen Aufarbeitung schreib ich mir mal die chronologische Liste der Mißgeschicke vom Herzen:

  1. verschlafen
  2. linke Kontaktlinse im Waschbecken runtergespült
  3. auf rechte Kontaktlinse drauf getreten
  4. kein Frühstück (wegen 1)
  5. mit demolierter Notfallbrille im Büro aufgetaucht (wegen 2 & 3), seltsame Blicke geerntet
  6. öffentlicher Verkehr wird ab 18h bestreikt, muss 2 Stunden früher zum Flughafen, kofferbepackter Slalom durch die Reihe der Demonstranten
  7. erreiche eine der letzten U-Bahnen –  in die falsche Richtung
  8. 45 Minuten im letzten überfüllten Zug stehend nach Malpensa
  9. Olivenölflasche zerbricht im Koffer, Kleidung und Schuhe baden in Olivenöl.

Der Wiener Taxler brachte es trocken auf dem Punkt: „Dabei ist doch erst morgen der 13.“
Nun gut, ich bin noch in erstaunlich ruhiger Verfassung. Das Chaos ist mittlerweile in hübsche katastrophenabgestufte Kleiderhaufen geordnet. Und Google steht mir mit einer erstaunlichen Menge mehr oder weniger seltsamer Fleckentipps zur Seite. Von Fensterreiniger über Spülmittel bis „Fleck mit Butter einreiben“ und „Fleck mit Backpulver oder Mehl bestreuen“. Den guten Ratschlag „Balsamico drauf und schnabulieren“ hab ich als Draufgabe gleich synchron von 2 lieben Freunden bekommen…
Nun, ich habe mich erstmal für die Mehlvariante entschieden. Mein Badezimmer sieht nun aus wie eine Backstube:

Positiver Nebeneffekt: die ganzen Olivenöltappser in der Wohnung wurden auch sichtbarer. Da weiß ich ja morgen gleich viel besser, wo ich putzen muss. *seufz*