Archive for August, 2009

Sonntag, 30. August 2009

Pack die Badehose ein, …

Schotterteiche sind so wunderbar Retro. Sie erinnern an Familienausflüge in den 70ern, Gelsenstiche und Spannern im Wald. An Algen, die an den Beinen kitzeln und sich schüttelnde Hunde, die das Badetuch versauen und müchteln. Aber hey, das gehört dazu! Genauso wie Luftmatratze und Steine übers Wasser hüpfen lassen. Und Grillen, aber das beherrschen bei uns offenbar nur noch türkische Großfamilien so richtig.

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Samstag, 29. August 2009

Am Fujiyama blüht kein Edelweiss …

Der Blitz aus Kitz ist tot. Toni Sailer, charismatische Schilegende, Filmstar der Wirtschaftswunderjahre und Schnulzensänger. Ich mag ihn, den Gentleman der österreichischen Sportwelt. Jetzt ist er gegangen, dem fünften Krebs wollte und konnte er nicht mehr die Stirn bieten.
Der ORF überträgt in einem breiten Rahmenprogramm das Begräbnis des Helden. Bilder von seiner umjubelten Rückkehr aus Cortina 1956. 3 Olympia und 4 Weltmeister Gold Medaillen hatte er damals kassiert, die Bevölkerung heißt ihm frenetisch willkommen (zu sehen in „Österreich unser Jahrhundert 1945 – 1999 Teil 1/3“ 6’07“ – 7’10“).

Doch dann zeigt sich dem verwirrten ORF Zuseher ein groteskes Bild. So skurril, dass sogar dem ORF Sprecher die Spucke wegbleibt. Nach der berührenden Rede seines Bruders Rudi Sailer wird Toni Sailer zu Grabe getragen. Das Wunderteam von Kitzbühel nimmt mit feierlich ernsten Gesichtern Stellung rund um den Sarg. Gespielt wird dazu kein Requiem, kein Trauermarsch, nein: „Am Fujiyama blüht kein Edelweiß“ donnert aus den Lautsprechern! Tonis Stimme wabbert fröhlich aus dem Jenseits durch den Äther.
Das Wunderteam windet sich …

Am Fujiyama blüht kein Edelweiß,
Du schöne Geisha lebe wohl,
Am Fujiyama blüht kein Edelweiß,
drum fahr ich lieber nach Tirol

Als ich in Japan zur Kirschblüte war,
ja das war schön,
ja, das war schön!
Gleich sprach ein Mädchen:
Oh bleib doch ein Jahr!
Da musste ich ihr gestehen …

Am Fujiyama blüht kein Edelweiß,
Du schöne Geisha lebe wohl,
Am Fujiyama blüht kein Edelweiß,
drum fahr ich lieber nach Tirol

Fällt mir daheim meine Geisha mal ein
träum ich von ihr,
träum ich von ihr.
Schön wärs zu zwein
dort im Teehaus zu sein
Aber dann sage ich mir …

Am Fujiyama blüht kein Edelweiß,
Du schöne Geisha lebe wohl,
Am Fujiyama blüht kein Edelweiß,
drum fahr ich lieber nach Tirol

Die letzten Akkorde verklingen. Betretene Stille. Nur einer findet die richtigen Worte für diesen denkwürdigen Moment.
Lasset uns beten!

Sorry, Toni!

Nachtrag I: Ich freu mich schon auf die YouTube Mitschnitte. Kaum zu glauben, der Hit des Idols der 50er und 60er Jahre  ist nämlich bis dato im ganzen weiten Netz nicht zu finden. Dass das nicht so bleibt, dafür hat er nun unfreiwillig posthum gesorgt.

Nachtrag II. – 20.9.09: Endlich! Endlich! Endlich! Das war ja eine verdammt schwere (Wieder-)Geburt! Bigrudi sei dank hat die Welt seit 14.9.09 einen Genuß mehr auf Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=YUipvaevfTc

Einbetten darf ich das Vid nicht, aber die heiligen Lyrics hab ich nun endlich!

Mittwoch, 26. August 2009

Heute in Wien, 26.08.09

20090826

Dienstag, 11. August 2009

Heute in Wien, 11.08.09

20090811

Dienstag, 4. August 2009

Island, Tag 13 – Flughafen Keflavik

Bless Island!

Bless Island!

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Montag, 3. August 2009

Island, Blaue Lagune

Der Besuch der Blauen Lagune ist durch ihre Nähe zum Flughafen zwischen Keflavik und Grindavik eigentlich ein einladendes Muss vor der Abreise. Der weit verzweigte türkisblaue See ist eigentlich ein künstliches Nebenprodukt des Geothermalkraftwerkes Svartsengi. Dort wird Meerwasser 2km tief in die Erde gepumpt, das mit einer Temperatur von 240° wieder an die Oberfläche zurückkommt. Durch das poröse Gestein der Lavasenke vermischt es sich dabei mit dem unterirdischen Süßwasser. Die strahlende türkisblaue Farbe wird durch den hohen Kieselsäuregehalt des Wassers erzeugt, die die blauen Strahlen der Sonne reflektiert.

Bláa Lonið - die Blaue Lagune

Bláa Lonið - die Blaue Lagune

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Montag, 3. August 2009

Island, Tag 12 – Rostkunst in Reykjanes

Zeit frißt Metall

Zeit frißt Metall


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Montag, 3. August 2009

Abschied von Reykjavik

Bless Reykjavik!

Bless Reykjavik!

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Sonntag, 2. August 2009

Reykjavik meets Gundelfingen

perlan_aussichtReykjavik, du eigenwillige Stadt in glasklarer Luft, da sind wir wieder! Ich komme gerne wieder an Orte zurück, an denen ich schon war. Das Gefühl sich schon ein wenig heimisch zu fühlen, zielsicher durch die Straßen zu wandern, mit dem Geist der Stadt schon vertraut zu sein und doch wieder Neues entdecken. Oft erst auf den zweiten Blick.

Einen Punkt, den wir alle noch sehen wollen, ist Perlan. Die Perle Reykjaviks. Mit ihrer imposanten Glaskuppel steht sie auf dem Hügel Öskjuhliđ einem Palast gleich über der Stadt und blickt auf die Rauchbucht herab. Der „Palast“ ist jedoch im Grunde bloß ein Wasserspeicher.  Den heißen Quellen wurde mit diesem Gebäude ein postmodernes Monument erschaffen, wie es seinesgleichen sucht. Untypisch eigentlich für den sonst so stoisch bescheidenen Understatmentstil der Isländer. Doch die Hochachtung, die dem größten Naturschatz der Insel entgegengebracht wird, ist berechtigt.

Perlan - Perle Reykjaviks

Perlan - Perle Reykjaviks

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Sonntag, 2. August 2009

Island, Tag 11 – Drastisch genug?

gurtnichtvergessen

„Hoher Stolz, auch droben zu gebieten,
Lehrte sie den göttergleichen Rang
Und des Reizes heil’gen Gurte hüten,
Der den Donn’rer selbst bezwang.“

So oder so ähnlich hätte es wohl Schiller formuliert.
Manch anderer greift gern zu drastischeren Bildern …

Sonntag, 2. August 2009

Isländische Gastfreundschaft auf dem Prüfstand

Der Saloon in Þykkvybær

Der Saloon von Þykkvybær

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Sonntag, 2. August 2009

Zum Pferde stehlen…

islandpferde_selfoss

Langsam geht der Urlaub zu Ende und wir fahren wieder Richtung Reykjavik. Die Landschaft zieht schon vertrauter vorüber, wir kennen die Strecke ja bereits. An der Selfoss Ortsausfahrt lesen wir „Góða ferð!“ mit Steinen am Wegrand geschrieben. Góða ferð! – gute Fahrt. Oder doch nicht?
STOPP! HALT! Sieh doch da, die Pferde!“ Martina nimmt quietschend die Kurve und rumpelt über einen verwachsenen Feldweg zu der Weide. Islandpferde waren bisher nur von Weiten zu sehen. Das lassen wir uns nicht entgehen!
Góða ferð!
Gutes Pferd!

pferde_breit

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Samstag, 1. August 2009

Island, Tag 10 – meeting Ragnheiður Jónsdóttir

Ragnheiður - Im SSV um nur €28,70

Ragnheiður - Im SSV um nur €28,70

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Samstag, 1. August 2009

Island, Landmannalaugur

Vorbei an stillen SeenVorbei an stillen Seen
Zebraberge in FjallabakZebraberge in Fjallabak
Hekla in karger MondlandschaftHekla in karger Mondlandschaft

Heute wird es zum ersten Mal wieder richtig dunkel in Island, zum ersten Mal erscheinen wieder Sterne am Himmel. Nein, ich hab sie nicht vermisst. Von verschwenderischem Tageslicht umgeben zu sein, gefällt mir wirklich unheimlich gut. Lauschig warme Sommernächte, ja, die sind wunderbar. Aber ‚lauschig warme Sommernächte‘ und ‚Island‘, das schließt sich sowieso aus.

<*)>><

Nun, der Jahresablauf schert sich nicht um meine Vorlieben, so what. Der erste August war schon letztes Jahr mein Glückstag (Happy Birthday, Liebster!) und hat auch heuer fernab der Planetenkonstellation einen Höhenrausch für mich parat: Wir fahren zum Landmannalaugur ins Naturschutzgebiet Fjallabak.
Nach Landmannalaugur fahren wir mit einem alten Bus, Mietwagen sind auf dieser Straße nicht zugelassen. Wer sich an diese Verbote nicht hält, wird später mit ziemlicher Sicherheit bei einer missglückten Flußquerung aus dem Wasser gefischt. Das wird teuer, und dämlich ist es sowieso.

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Der Bus ist herrlich oldfashion. Zuletzt bin ich in solchen Bussen wohl als Kind im Kinderfreunde-Ferienlager gesessen und eine gewisse 80er Sensation nimmt von mir Besitz, während ich meine Nase an der Scheibe platt drücke und die karge Mondlandschaft rund um die Hekla an mir vorüberziehen lasse. Ein Wunder, dass auf dieserMagmamasse überhaupt etwas wachsen kann und man sieht ihr an, wie schwer die Vegetation sich hier tut. Doch dort, wo Moose und Flechten schon einige Jahrzente Zeit hatten die Hügel zu erobern, geben sie der Landschaft einen hübsches Zebramuster.

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Ein kleines Paradies inmitten dieser Vulkanlandschaft ist Landmannalaugur, das Ziel unserer rumpeligen Busfahrt. Inmitten hoher Felsen liegt hier ein Zeltplatz, Basislager für Trekkingtouren zu Vulkanen und Gletschern. Ulkige Freaks haben sich hier niedergelassen. Sie leben in ihren Trucks, lassen sich vom grünen Mountain Mall Bus versorgen, der wirklich alles zu bieten hat, und sind für alle Wetterbedingungen gerüstet.

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