Archive for Juli 28th, 2009

Dienstag, 28. Juli 2009

Island, wandern im Trollland

Dass in Island die Saga und Mythenwelt besonders phantasiereich ist, ist bekannt. Wer durch die Landschaft der Halbinsel Snæfellsness wandert, versteht den Ursprung dieser Geschichten schnell.

Snaefellsness, das Phantasie-Reich.

Snaefellsness, das Phantasie-Reich.

Dafür hätten wir uns die Elfenschule in Reykjavik theoretisch auch sparen können. Obwohl – nein! So ein skurriles Erlebnis darf man nicht verpassen. Oder wie unser Freund A. die Ausführungen des schrulligen Elf-Teachers Magnus so schön zusammenfasste: „Also gut, Freunde. Nüchtern betrachtet ziehen wir unter das Elfenstudium jetzt einen dicken Strich und schreiben fett Schwachsinn drunter. Aber GUUUT wars!“

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Dienstag, 28. Juli 2009

Island, Tag 6 – begraben am Fuß des Snæfellsjökull

Friedhof in Budir mit Blick auf den Snæfellsjökull

Friedhof in Budir mit Blick auf den Snæfellsjökull

Snæfellsjökull – der Gletscher, an dem Jules Vernes seine Reise zum Mittelpunkt der Erde begann

Et se précipitant sur la feuille de papier, l’œil trouble, la voix émue, il lut le document tout entier, en remontant de la dernière lettre à la première. Il était conçu en ces termes :

In Sneffels Yoculis craterem kem delibat umbra Scartaris Julii intra calendas descende, audas viator, et terrestre centrum attinges. Kod feci. Arne Saknussem.

Ce qui, de ce mauvais latin, peut être traduit ainsi :

Descends dans le cratère du Yocul de Sneffels que l’ombre du Scartaris vient caresser avant les calendes de Juillet, voyageur audacieux, et tu parviendras au centre de la Terre. Ce que j’ai fait. Arne Saknussemm.

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und Halldór Laxness seinen Helden, den tragischen Dichter Ljosvikingur, im Roman Weltlicht enden ließ:

Es war stilles Wetter, mit dem Mond gerade im Süden, und ein kaltes bläuliches Licht. Er begann emporzusteigen. Zuerst gab es lange steile Abhänge, weiter oben schroffe, moosbedeckte Halden, dann Geröll, schließlich nur Schnee. Das Bild des Mondes wurde mit dem zunehmenden Morgengrauen blasser. Über dem Meer zog sich schwarzes Unwettergewölk zusammen. Er wanderte weiter über den Jökel, der Morgendämmerung entgegen, von Höhe zu Höhe; durch tiefen, neugefallenen Schnee, ohne auf das Unwetter achtzugeben, das ihn verfolgen könnte. Als Kind hatte er auf dem Strand bei Ljosvik gestanden und zugesehen, wie die Wellen den Strand hinauf und hinab gesogen wurden, aber jetzt wanderte er fort vom Meer. Denk an mich, wenn du viel Sonne um dich hast. Bald leuchtet die Sonne des Auferstehungstags über den hellen Wegen, wo sie ihren Dichter erwartet.
Und die Schönheit wird allein herrschen.

Reise zum Mittelpunkt der Erde?

Reise zum Mittelpunkt der Erde?

Dienstag, 28. Juli 2009

Island, Hotel Budir

Die nächsten Tage verbringen wir im Hotel Budir auf der Halbinsel Snæfellsnes. Hier wollen wir den 50. Geburtstag unseres Freundes G. feiern. Ein schöneres Umfeld hätten wir uns dafür nicht aussuchen können!

Budir Panorama

budir_strandSnæfellsnes ragt wie eine lange Nase aus der Westküste Islands heraus. Bizarre Lavafelsen mit dicken, weichen Moospolstern bestimmen das Bild, gelbe Sandstrände mit schwarzen Felsblöcken, im Hintergrund taucht der Snæfellsjökull seine Gletscherspitze in dichte Wolken. Außer diesem Hotel und einer kleinen Kirche gibt es im weiteren Umfeld keine anderen Gebäude. Natur pur! Das war nicht immer so. Der Ort Budir florierte im 17 Jahrhundert als Handelszentrum mit eigenem Hafen. Davon ist rein gar nichts mehr zu spüren. Eigentlich ist nur noch die Kirche letzter Zeuge dieser Zeit, das Hotel Budir selbst brannte 2001 ab und wurde 2003 nach den Plänen des isländischen Architekten Kari Eiriksson stilvoll neu aufgebaut.

Das Hotel Budir zollt der Schönheit der Umgebung entsprechend Tribut. Die gediegene Lounge lädt bei sanften Jazzklängen dazu ein, im Panorama zu versinken. So lass ichs mir gefallen …

Hotel Budir - Fernblick so nah

Hotel Budir - Fernblick so nah

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