Reykjavik backstage

Der Weg zum Zentrum führt durch den Laugavegur quer durch Reykjavik 101 (ich empfehle den gleichnamigen Film von Baltasar Kormákur). Man trifft hippe junge Menschen, bewundert die Auslagen trendiger isländischer Modedesigner und Trekkingläden und ißt Hummersuppe, Walfisch-Steak oder Puffins-Menu in den feinen Restaurants der Sadt. Vornehmlich gleich nach der Whale Watching Tour auf der man die kleinen patscherten Papageientaucher noch sooo niedlich fand. Am Laugavegur ist keine Spur von Krise, das Leben schillert und glänzt.

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Laugavegur - Reykjavik 101

Interessant wird es dann aber erst, sobald man seinen Fuß abseits des Rummels in die Hinterhöfe setzt. Schnell ändert sich das Island Flair. Rostige Wellblechhütten und leicht verwahrloste Bretterhaufen bilden die Rückseite der Reykjaviker Nobelschuppen. Bewacht von der obligatorischen isländischen Hinterhofkatze …

hinterhof12_katzehinterhof11hinterhof9_katzePlötzlich wird die Krise spürbarer. Und gleichzeitig die Stadt menschlicher, vertrauter. Hier spielt sich der Reykjaviker Alltag ab: Hinter den Kulissen. Trostlos? Nicht mehr als ein durchschnittlicher Kaurismäki. Aber auch das triffts nicht wirklich, denn zwischen Rost und abblätternden Wänden, gibt es auch quietschlebendige Streetartoasen …

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Hier spielt die Party, zwischen fetten Bässen, Record Labels und gegrillten Fisch …

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Man prägt das Stadtbild en gros …

hinterhof5und vergißt dabei nicht aufs Detail …

hinterhof5aUnd was jeglichen Hauch von Trostlosigkeit schon im Ansatz den Garaus macht, ist der Humor. Wo es so schräge Hinterhöfe gibt, da kann die Krise zwar kommen, aber ins Boxhorn jagen lassen sich die Isländern so schnell offenbar nicht:

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3 Kommentare to “Reykjavik backstage”

  1. Bin in Reykjavik und habe ausser trendigigen Spain-Touristen dies nicht gesehehen.

    • Hallo Valfisk! Auch gerade auf Reisen im schönsten Land der Welt? Ja, die vielen Spanier sind mir neben den vielen Schweizern und Österreichern auch aufgefallen.
      Ich hab auf der Reykjavik Spurensuche einfach an unsere Touris in Wien gedacht, die tummeln sich auch alle in der völlig unansehnlichen Kärntnerstraße rum, und kaum geht man in eine kleine Seitengasse, also dorthin, wos erst interessant wird, sind sie alle verschwunden. Den Fehler wollte ich hier nicht begehen.
      Jedenfalls: Viel Spaß noch auf Deiner Reise!

  2. Schöne und vor allem sehr interessante Fotos.

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