Hamburg, Feuerschiff

Die Reise geht weiter…
Ich verabschiede mich schweren Herzens von Berlin, dieser quicklebendigen bunten Metropole, und nehme den ICE nach Hamburg. Berlin – Hamburg in rund 1,5 Stunden, das geht ja flott!
Ich korrigiere: ginge ja flott.
Also immer dann, wenn der Zug nicht 1 Stunde lang garnicht erst aus Berlin raus kommt. Kurz nach Abfahrt die leicht entnervte Durchsage des Zugführers „Ja, ähm, wir wären ja bereits vor einer halben Stunde losgefahren, wenn unsere &$%§$!-Kollegen vom Berliner Hauptbahnhof es der M ü h e wert gefunden hätte, uns zu informieren, dass die Strecke frei ist…“ Ah ja… Berlin – Hamburg also. Ich bin eingestimmt und grinse in mich rein, mir kanns ja egal sein 😉

Für Hamburg hab ich eine ganz besondere Unterkunft gefunden: Eine Kajüte im Hamburger Hafen!

Wie ich darauf gekommen bin, ist allerdings eine etwas dubiose Geschichte…
Es begann mit einem mitternächtlichen Chat mit meinem liebenswert durchgeknallten Salzburger Bekannten >> Nakiteng Supai (der es übrigens immer wieder schafft, mich in die unmöglichsten Onlinegames und Communities zu schleifen, nur um dann nach kurzer Zeit das Handtuch zu werfen und ich bleib dran kleben… ). In unserem Reiseplänegespräch erzählte er jedenfalls von seiner Zeit in Hamburg und wie er dort auf einem Schiff wohnte und wie reizend das war und und und … macht mir den Mund wässrig damit.
Infiziert von der schönen Vorstellung mach ich mich natürlich flucks auf die Suche und >> guckel ein wenig nach den Schlagworten „Hamburg“ +“Hotel“ +“Schiff“ usw. Aber verflixt und zugenäht … nichts, aber auch garnichts Brauchbares will sich finden lassen. Gott und die Welt machte ich rebellisch auf der Suche nach meinem Schiff und siehe da: Ich wurde erhört und bekam diesen Link zugeschickt: >> http://www.das-feuerschiff.de/.

Und da war es: MEIN Schiffchen!

Bloß Nakiteng Supai, dem ich den Link schickte und fragte, ob das besagtes Schiff ist, von dem er geschwärmt hatte, meinte nur etwas verwirrt: „Ich hab keine Ahnung, wovon Du sprichst!„.
Na prima! Ob ich meinen Weg zum alten englischen Feuerschiff nun seinem promillespiegelbedingten Blackout oder meinen halluzinogenen Phantasien verdanke wird sich wohl nie mehr eruieren lassen. Fest steht jedoch: Ich betrat das Feuerschiff wie Margaret Rutherford in Schiff Ahoi, sah meine zuckersüße Streichholzschachtelkajüte und verlängerte den Aufenthalt sofort um einen Tag … und dann um noch einen … und wenns nach mir ginge und die Lottogöttin mir hold wäre, ich bliebe dort bis zum jüngsten Tag!

Das Feuerschiff im Hamburger Hafen.
Und da – ganz unten hinter den mittleren Buglöchern – hauste Jou …

… in ihrer Streichholzschachtelkajüte …

… die so wunderbar authentisch erhalten blieb.

Kleiner Tipp noch: Die Schiffscrew ist ausgesprochen freundlich und zuvorkommend und der Frühstücksbrunch am Wochenende vom Feinsten, doch wer hier nächtigt sollte weder klaustrophob noch lärmempfindlich sein, das wären absolute Ausschlußgründe für das Feuerschiff (und eine Hoffnung für mich auch bei meinem nächsten HH-Besuch noch ein Plätzchen zu bekommen 😉 )

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13 Kommentare to “Hamburg, Feuerschiff”

  1. Ich mag das Hamburger Feuerschiff 😉 Hier mal ein Bild in einer etwas anderen Sichtweise http://frankkoebsch.wordpress.com/2011/12/21/hamburger-feuerschiff/
    Beste Grüße Frank

  2. Ach, wat schön! Ich nächtigte bislang immer in schnöden Hotels… Das Feuerschiff habe ich natürlich schon beim Schlendern im Hafen gesehen, aber nun schaue ich mal zu, dass ich beim nächsten Besuch so eine Margareth-Rutherford-Suite ergattere..
    Die Margareth erinnert mich bis heute im übrigen an meine Tante Olga Maria, die hatte auch oftmals diesen spröden Charme und sah ihr auch etwas ähnlich, allerdings nicht ganz so bulldoggig…

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