… wir werden in diesem Leben keine Freunde mehr!
München und ich …
Allgäuer Fotoalbum
3 Tage Allgäu. Das riecht nach 3 Tagen Entspannung in guter Luft, saftigen Wiesen und schönem Fernblick. Also, nicht, dass es uns hier in Österreich an Bergen fehlen würde, aber es ist doch immer schön, sie auch mal aus anderen Blickwinkeln kennen zu lernen. Andere Eltern Länder haben schließlich auch schöne Töchter Hügel!
In Fischen im Allgäu anzukommen und als Erstes die Popodusche am Bahnsteig zu erblicken, ließ allerdings gewisse Zweifel in mir aufkommen, ob meine Suche nach Authentizität nicht naiverweise ins Primitive ausschlagen könnte. Doch nein, bei der Wannenkopfhütte angekommen, bin ich doch voll auf meine Rechnung gekommen. Schöner hätten 3 Tage Wald & Wiese kaum sein können:
Susi
Darf ich vorstellen? Das ist Susi, meine Freundin aus dem Allgäu.

So weit das Auge blickt …
Die letzte Reise angetreten hat nun, wo sonst tagein tagaus die "Gute Reise" nie verhallte der Bahnhof wird zum Geisterhaus
pietätvoll? ungeniert? kurzerhand: er ist krepiert!
Ja, jetzt ist es soweit. 3 Jahre lang habe ich nun, dort wo seit rund 60 Jahren der Südbahnhof stand, eine Riesenbaustelle in der Nachbarschaft.
Hofstetters Augen, eine Kunstinstallation mit Mehrwert, werde ich dabei am Meisten vermissen. Sie waren für mich das prägnanteste Merkmal dieses Bahnhofs. Zwei Stahlkugeln mit integrierten Monitoren, links und rechts vom Laufband montiert. Im 14 jährigen Dauerloop zwinkerten daraus 2 überdimensionale Augen im Minutentakt den Reisenden zu. Grad so, als wollten sie sagen “Na, wieder mal a***knapp heute, was?“.

“Einen Augenblick Zeit”, Kurt Hofstetter
Südbahnhof 1995 – 2009
75 Millionen Augenaufschläge später wurde der Südbahnhof seines Augenlichtes beraubt. Alte Damen erblinden nunmal nicht selten, bevor sie sich zur ewigen Ruhe begeben. Hofstetters Augen blinzeln nun im fernen Karlsruhe weiter. Da hängen sie im ZKM an zwar prominenter Stelle über dem Hauptportal, der hypnotische Schau-mir-in-die-Augen-Babe-Effekt ist dabei aber leider völlig vernachlässigt worden. Sehr schade drum. Den Standort sollte Peter Weibel vielleicht noch einmal überdenken …

Pack die Badehose ein, …
Schotterteiche sind so wunderbar Retro. Sie erinnern an Familienausflüge in den 70ern, Gelsenstiche und Spannern im Wald. An Algen, die an den Beinen kitzeln und sich schüttelnde Hunde, die das Badetuch versauen und müchteln. Aber hey, das gehört dazu! Genauso wie Luftmatratze und Steine übers Wasser hüpfen lassen. Und Grillen, aber das beherrschen bei uns offenbar nur noch türkische Großfamilien so richtig.
Urangsttherapie mit dem Verein für Bewegungsspiele
Es ist vollbracht!
Ich wurde geheilt!
Noch vor einem dreiviertel Jahr litt ich beim Anblick häufchenweise auftretender Fußballfans an akuten Angstschweißausbrüchen, gröhlender Fangesang alkoholisierter Männerhorden in ulkigen Verkleidungen zündeten den Fluchtreflex in mir und in ausweglosen Situationen erstarrte ich zur Salzsäule wie einst die bedauernswerte Lot und kniff fest die Augen zu in der Hoffnung unsichtbar zu sein. Doch das ist nun alles Vergangenheit. Gelassen lege ich eine meiner Urängste, die gemeine Wuchtelwapplerphobie, in die Schublade und überlasse sie nun getrost den Motten. Denn das Therapieprogramm des Stuttgarter Vereins für Bewegungsspiele hat mich vollends kuriert – in nur einer Sitzung!



