“Mein Sohn ist alt genug, dass Muttern in die WG ziehen kann“, dacht ich mir eines schönen Tages. Gesagt – getan. Seit ein paar Monaten hab ich also ein neues Zuhause und Sohnemann behält die Wohnung.
Mit Umzügen stellt sich bei mir immer auch pünktlich das Handwerkerfieber ein. Dann werden Möbel entworfen und gebaut, dazwischen viel geflucht, weil alles immer viel länger dauert, als gedacht, und im Endeffekt dann ja doch mit Freuden fertiggestellt. Von diesem Fieber profitiert zur Zeit die WG; und ich davon, dass ich meine Utopien nicht mehr alleine umsetzen muss.
Daher steht jetzt eine schöne Alt Wiener Parkbank im Vorzimmer, statt des Schmuddelsofas und der Schuhberg ist einem Ikea Hack Schuhregal gewichen, das uns, wie ich finde, besonders gut gelungen ist.
Die Bretter oben und unten sind vom Sägewerk Schuh. Mit der schönen Geschäftsstrategie “der Wald ist in der Stadt, man sieht ihn nur nicht auf den ersten Blick” hat sich das Sägewerk auf 100 bis 200 Jahre altes Altholz aus Bahntrassen und alten Dachböden spezialisiert. Holz mit Geschichte also und das merkt man ihm richtig an.
Das Holz haben wir eigentlich nur gebürstet und kaum geschliffen. Mit einem kleinen Hang zur Pyromanie kann man sich noch richtig schön mit der Maserung spielen und die Seitenteilen der Bretter hervorheben. Klein Jou hatte dereinst diese komisch sinnlosen Kindermalbücher, bei denen man nur mit dem Bleistift drüberfahren musste und es erschienen irgendwelche Bilder. Groß Jou hat einen Bunsenbrenner. Roarrrr!
Zwischen Gewindestangen schlußendlich noch die alten Ikea Regalteile gespannt, variabel nach Lust und Laune höhenverstellbar. Et voilà: fertig ist der Ikea Hack.
Klar, wenn Profis das machen, dann sieht das nochmal anders aus, aber ich bin eigentlich schon ganz zufrieden damit
Nachtrag: Fürs Eichkatzerl noch die Parkbank:
Und als Draufgabe noch das schwebende Bücherregal:






